Praljak-Tod: Woher kam das Gift?

Praljak Den Haag

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Einst waren auch in der Zelle des ehemaligen serbischen Präsidenten Slobodan Milosevic unerlaubte Medikamente gefunden worden - Milosevic starb 2006 an einem Herzinfarkt, noch bevor der Haager Gerichtshof ein Urteil fällte. Woher kam das Gift? Bei dem Gift, mit dem sich der 72-Jährige vergangenen Mittwoch das Leben genommen hatte, handelte es sich um Zyankali.

"Jemandem beim Selbstmord zu helfen, ist in den Niederlanden eine Straftat - das ist einer der Hauptpunkte der Ermittlung", sagt die zuständige Staatsanwältin Marilyn Fikenscher. Die grosse Frage bleibt: Wie hat der Kriegsverbrecher die tödliche Substanz ins Gericht geschmuggelt? In der Heimat des Kriegsverbrechers wird getrauert. Praljak wurde zu 20 Jahren Haft verurteilt, saß aber bereits seit 13 Jahren in Untersuchungshaft. Praljak ist wenig später im Krankenhaus verstorben. Die Behörden hatten Ermittlungen wegen Beihilfe zum Suizid und Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz eingeleitet. Gerätselt wird derzeit, wie es dem Verurteilten gelingen konnte, das Giftfläschchen trotz der strengen Sicherheitsauflagen in das Gericht zu schmuggeln. Die genaue Todesursache ist noch nicht bekannt. Sein Leichnam soll in Kürze obduziert werden.

Der Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien sah es als erwiesen an, dass Praljak während des Bosnienkriegs in den 1990er Jahren für Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantwortlich war.

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Zur letzten Urteilsverkündigung des zu Jahresende auslaufenden Mandats des Gerichts hatten sich vor allem bosnische und kroatische Berichterstatter auf der Pressetribüne hinter den Panzerglasscheiben des Sitzungssaals 1 eingefunden. Praljak wird dort von vielen als Held und Märtyrer verehrt.

Kroatiens Regierungschef Andrej Plenković hat Praljaks Tod bestätigt und den Schuldspruch scharf kritisiert.

Ministerpräsident Plenkovic beließ es allerdings nicht allein bei der Feststellung, dass der Suizid des ehemaligen Generals während der Urteilsverkündung ein Ausdruck "tiefer moralischer Ungerechtigkeit gegenüber sechs Kroaten aus Bosnien-Herzegowina und gegenüber dem kroatischen Volk" gewesen sei. Unter anderem gab es am Donnerstag eine Schweigeminute im Parlament und eine Trauermesse für ihn. Als "pervers und absurd" bezeichnete Božo Ljubić, Parlamentsabgeordneter der regierenden kroatischen HDZ, das von ihm als "völlig unbegründet" bezeichnete Urteil. Es ignoriere "historische Fakten und Beweise". Nach dem dramatischen Zwischenfall und der daraus resultierenden Unterbrechung wurde der Prozess am Nachmittag fortgesetzt.

Wenn aber Kroatien der einzige Staat sei, der als Aggressor im ehemaligen Jugoslawien benannt werde, bedeute dies aus juristischer Sicht, dass die Bosniaken gegen das Land wegen Völkermord und Aggression Klage erheben könnten - also diesmal gegen Kroatien und nicht gegen Serbien, wie es Sarajevo früher immer getan habe, erklärt der Anwalt.

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