Niki meldet Insolvenz an

Lufthansa lehnt Kauf von Air-Berlin-Tochter Niki

Lufthansa lehnt Kauf von Air-Berlin-Tochter Niki

Nach der gescheiterten Übernahme durch Lufthansa nimmt droht der Air-Berlin-Tochter Niki das Aus.

Als "weiteren Tiefschlag für Fluggäste" bezeichnete Klaus Müller, Vorstand des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, die Insolvenz des Ferienfliegers Niki.

Mit dem Rückzug der Lufthansa stand Niki ohne die Brückenfinanzierung da, die die größte deutsche Fluglinie ihr gewährt hatte. Eine Sprecherin der Berliner Zivilgerichte bestätigte den Eingang eines Insolvenzantrags für den österreichischen Ableger von Air Berlin beim Amtsgericht Charlottenburg. Grund ist die ablehnende Haltung der EU-Kommission gegen eine Übernahme der österreichischen Airline aus wettbewerbsrechtlichen Gründen, wie die Lufthansa am Mittwoch mitteilte. Die Bundesregierung rechnet nun mit der Pleite und der Einstellung des Flugbetriebs.

Auch Niki kritisierte: "Obwohl es also keine valide Alternative zum Verkauf der NIKI an die Lufthansa gab, erteilte die EU-Kommission am Dienstag, 12. Dezember 2017, dem Verkauf von NIKI an Lufthansa eine Absage". Zugleich stellte die Fluggesellschaft mit sofortiger Wirkung den Flugbetrieb ein, wie das Unternehmen mitteilte. Das empfiehlt der Flughafen Düsseldorf in einer Pressemitteilung.

SPD und Union beginnen Beratungen
Es war das erste Gespräch auf Spitzenebene zum Ausloten der Möglichkeiten einer Zusammenarbeit. Denkbar ist auch, dass die Sondierungen gelingen - die SPD-Mitglieder aber ein Veto einlegen.

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Er hatte aus den Medien von dem Verkauf erfahren. Über die Identität des Käufers ist derzeit nichts bekannt. Aber große Hoffnung hat er nicht: "Die große Befürchtung ist, dass hier nichts passiert".

Niki Lauda hatte die Fluggesellschaft einst gegründet. Das dürfte bedeuten, dass auch die Air-Berlin-Tochter nicht mehr lange weitermachen kann. Allerdings benötige Niki einen Neustart im Zuge der Insolvenz. "Das Scheitern des Niki-Verkaufs und die Insolvenz der Niki Luftfahrt GmbH sind höchst ärgerlich und wären vermeidbar gewesen". Er hatte gemeinsam mit der Thomas Cook-Tochter Condor geboten, aber gegenüber der Lufthansa den Kürzeren gezogen. Damals hatte sich aber die Lufthansa durchgesetzt - die nun ihr Angebot zurückgezogen hat.

Kebekus sagte auch, Air Berlin habe nach den ersten Bedenken der Europäischen Kommission erneut Kontakt mit den potenziellen Interessenten IAG und dem Bieterkonsortium um den Reiseveranstalter Thomas Cook aufgenommen.

Die EU-Wettbewerbshüter nannten die neue Unsicherheit um Niki bedauerlich.

Der Mutterkonzern Air Berlin hat scharfe Kritik an der EU-Kommission geübt. Es sei von Beginn an klar gewesen, dass es auf vielen Strecken zwischen Lufthansa und Air Berlin Überschneidungen gegeben habe, mit Risiken für Verbraucher in Deutschland, Österreich und der Schweiz. 40 Millionen Euro fließen von der britischen Easyjet, 18 Millionen Euro von der Lufthansa für die LG Walter und ein unbekannter Betrag für die Air Berlin Technik, die vom Berliner Logistikunternehmen Zeitfracht übernommen worden ist. In diesem nicht insolventen Flugbetrieb sind derzeit 20 Propellermaschinen und 14 Airbus A320 registriert, die samt eigenem Personal Verbindungen für die Lufthansa-Tochter Eurowings fliegen.

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