Zwei deutsche mutmaßliche Terrorverdächtige in Antalya festgenommen

Der türkische Präsident Erdogan ist wenig zimperlich auch Ausländer ins Gefängnis zu stecken

Der türkische Präsident Erdogan ist wenig zimperlich auch Ausländer ins Gefängnis zu stecken

Die türkischstämmigen Deutschen K. und S. A. wurden am Flughafen Antalya unter dem Verdacht festgenommen, Anhänger des Predigers Fethullah Gülen zu sein.

Die Bundesregierung habe ihren Politik bereits grundlegend neu aufgestellt, sagte Merkel am Freitag in Nürnberg bei der Unions-Mittelstandsvereinigung MIT. SPD-Kandidat Schulz sagte in Berlin: "Ich bin der Meinung, dass man keine Ausweitungsverhandlungen mit der Türkei mehr über die Zollunion führen kann, solange deutsche Staatsbürger dort festgehalten werden". Der Bitte um einen telefonischen Kontakt von deutscher Seite wurde zunächst nicht stattgegeben. Schulz sprach sich auch dafür aus, die sogenannten EU-Vorbeitrittshilfen für die Türkei auf den Prüfstand zu stellen und möglicherweise die Reisehinweise zu verschärfen. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes befinden sich damit derzeit 55 deutsche Staatsangehörige in der Türkei in Haft, davon zwölf aus politischen Gründen (einschließlich der beiden am Donnerstag Festgenommenen). Die Flughafenpolizei in Antalya habe die Festnahme auf Anfrage des Generalkonsulats in Izmir bestätigt.

"Die Bundesregierung muss den Druck auf die Türkei erhöhen", sagte er dieser Redaktion. Er schlug vor, dass die EU keine Gelder mehr an die Türkei zahlen solle, die das Land durch die EU-Beitrittsverhandlungen erhält.

"Herr Erdogan versteht nur die Sprache der Härte", sagte Lindner weiter. "Die inkonsequente Politik der Bundesregierung - Wahlkampfhilfe, Referendum, Böhmermann - hat doch nur die Opposition in der Türkei geschwächt".

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Regierungssprecher Seibert sagte mit Blick auf den seit 200 Tagen inhaftierten Journalisten Yücel, die gesamte Bundesregierung sei nicht nur in diesen Tagen in Gedanken bei ihm. Die Türkei hat seit dem gescheiterten Putsch im Juli 2016 Zehntausende Personen unter dem Vorwurf der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung inhaftiert. "Unsere Forderung an die Türkei ist klar: Wir erwarten von der Türkei, dass deutsche Staatsbürger freigelassen werden". Die türkische Staatsanwaltschaft sieht in ihnen Gefolgsleute von Gülen, dem in Ankara die Verantwortung für den Putschversuch gegen Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan im vergangenen Jahr angelastet wird.

Unter den aus politischen Gründen in der Türkei inhaftierten deutschen oder deutsch-türkischen Staatsbürgern sind auch die Journalistin und Übersetzerin Mesale Tolu sowie der Menschenrechtsaktivist Peter Steudtner.

Die Linken-Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen verlangte unverzüglich "eine offizielle Reisewarnung für die Türkei" und kritisierte das bisherige "Zaudern" der Bundesregierung.

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