USA: Hurrikan "Irma" gewinnt an Stärke

Kurz vor dem Sturm in Antigua Ein Hausbesitzer präpariert seine Wohnungsdach vor möglichen Sturmschäden

Kurz vor dem Sturm in Antigua Ein Hausbesitzer präpariert seine Wohnungsdach vor möglichen Sturmschäden

Insgesamt 1,3 Millionen Menschen waren am Sonntag Vormittag ohne Strom.

Wetterwarte auf Key West, dem südwestlichsten Teil der Inselkette der Florida Keys, sind dort bereits die ersten Auswirkungen des Sturms spürbar.

Nach Angaben der Behörde hat die Windgeschwindigkeit bereits 257,5 Stundenkilometer erreicht.

Nach den Vorhersagen sollte der Hurrikan am Sonntag mit sintflutartigen Regenfällen, Sturzfluten und Sturmböen auf den "Sunshine State" treffen. Die Behörden in dem als Touristen- und Rentnerparadies bekannten Bundesstaat forderten rund ein Drittel der insgesamt etwa 20 Millionen Einwohner auf, ihre Häuser zu verlassen.

Experten gingen davon aus, dass Winde und Überschwemmungen massive Schäden in dem nach Bevölkerungszahl viertgrößten US-Bundesstaat anrichten werden. Der Sturm hatte bei seinem Zug über den Norden Kubas etwas an Kraft verloren und war in die Kategorie 3 der fünfstufigen Skala herabgestuft worden.

In seinem Kurs auf die Inselgruppe der Florida Keys hat "Irma" mittlerweile wieder an Kraft gewonnen.

Das Auswärtige Amt in Berlin hatte am Samstagabend eine Notrufnummer für Deutsche eingerichtet, die vom Hurrikan betroffen sein könnten.

Federer scheitert im US-Open-Viertelfinale
Federer würde dann auch seinen Rekord bezüglich Anzahl Wochen als Nummer 1 ausdehnen - auf 302 Wochen, was fast sechs Jahre sind. Nach dem verlorenen ersten Satz fertigte der Weltranglisten-Erste den Argentinier schließlich klar mit 4:6, 6:0, 6:3, 6:2 ab.

Aldi-Schinken wegen Bakterien zurückgerufen
Die Bakterien können eine Lebensmittelvergiftung hervorrufen. "Bereits äußerst geringe Toxinmengen können hierfür ausreichen". Der Discounter Markt Aldi-Süd warnt seine Kunden erneut vor einem Produkt und bittet um eine Entsorgung oder eine Rückgabe.

Mutmaßlicher türkischer Spion vor Gericht
Den Anstoß zu Ermittlungen wegen geheimdienstlicher Tätigkeit hatte offenbar eine Ex-Freundin von Mehmet S. gegeben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft erhielt der 32-Jährige von seinen Auftraggebern rund 30.000 Euro.

Vor eine zusätzliche logistische Herausforderung wurden die Sicherheitsbehörden durch die notwendig gewordene Evakuierung von zahlreichen Häftlingen eines Gefängnisses auf den Florida Keys gestellt. Dass er von Kategorie 5 auf 4 heruntergestuft wurde, macht ihn kein bisschen weniger gefährlich.

In der Nacht zum Samstag war das Zentrum von "Irma" auf das Camagüey-Archipel an der Nordküste Kubas getroffen. Der Bürgermeister des Bezirks Miami-Dade sprach von der größten Evakuierung in der Geschichte der Region. TV-Sender zeigten umgestürzte Palmen, Starkregen aus tiefgrauem Himmel sowie riesige Wellen, die auf Dämme krachten. Notunterkünfte gibt es auf den Inseln nicht.

Gouverneur Rick Scott mobilisierte 7.000 Mitglieder der Nationalgarde. Die Behörden richteten aber vorübergehende Zufluchtstätten ein. Es fehle an Krankenpflegepersonal in Notunterkünften und Schutzräumen. Meldungen über Tote lagen nicht vor.

Auch in den benachbarten Bundesstaaten wurde der Notstand ausgerufen. Zuvor hatte "Irma" - einer der stärksten gemessenen Atlantik-Stürme - Karibikinseln verwüstet und dort mindestens 22 Menschen das Leben gekostet. Millionen Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. In der Folge werden Überflutungen auch an den Küsten Georgias sowie South und North Carolinas erwartet.

Es war ein kurzes und eindringliches Statement, das US-Präsident Donald Trump zuletzt auf Twitter postete. Allein auf den britischen Jungferninseln starben vier Menschen, auf Anguilla gab es einen Todesfall, wie britische Medien am Samstag berichteten.

Während des Hurrikans sind in Florida einem Medienbericht zufolge mehrere Menschen ums Leben gekommen. Die Meteorologen rechneten damit, dass er im weiteren Verlauf noch etwas stärker werden könnte. Mit dem nächsten Wirbelsturm "Jose" kam auf die Region schon am Samstag ein Hurrikan zu, der sich laut NHC mit Windgeschwindigkeiten von 240 Kilometern pro Stunde der Kategorie fünf annäherte.

Die Regierung von Antigua hob die Hurrikan-Warnung für die Inseln auf, eine Warnung vor einem Tropensturm blieb in Kraft.

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