Nürnberg bleibt von Air Berlin Chaos verschont

Air Berlin streicht zahlreiche Flüge

Air Berlin streicht zahlreiche Flüge

Wie lange die "Krankheitswelle" bei der insolventen Air Berlin noch dauert, ist unklar. Im Lufthansa-Konzern, der über seine Billigtochter Eurowings zwischen 70 und 90 Maschinen der Air Berlin übernehmen will, habe es auf Arbeitsebene erste Sondierungen gegeben.

Nach zahlreichen Flugausfällen rechnet die Air Berlin für diesen Donnerstag mit einem normalen Flugbetrieb. Spontane Krankmeldungen seien auch beim Kabinen- und Bodenpersonal nicht auszuschließen, sagt die Sprecherin.

Bereits am Dienstag hatten sich etwa 200 Piloten krank gemeldet, zumeist kurzfristig.

Der "Bild"-Zeitung zufolge war der Streik eine koordinierte Aktion der Piloten". "Wer Mitglied werden will, braucht eine Einladung und wird überprüft". Wie es aus Kreisen hieß, würden die bis zu 500 Millionen Euro, die der Nürnberger Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl für Air Berlin angeboten hat, die Chinesen nicht schrecken. Die Vereinigung Cockpit stritt jede Mitverantwortung ab: Es handele sich um eine "spontane Aktion" der Piloten.

Gleichzeitig teilte die Pilotengewerkschaft mit, man habe "zu keinem Zeitpunkt" zu Krankmeldungen aufgerufen. Die Vereinigung setzt auf einen geregelten Übergang und Verhandlungen über einen Sozialplan für die Crews. Bei der österreichischen Air-Berlin-Tochter Niki dagegen fanden alle Flüge planmäßig statt. Am Flughafen Zürich fallen mindestens drei Flüge aus (Stand 7.25 Uhr).

Anklage fordert zwölf Jahre Haft für André E.
Böhnhardt und Mundlos hatten sich nach ihrem letzten Banküberfall umgebracht, um einer Festnahme durch die Polizei zu entgehen. Für den mitangeklagten mutmaßlichen NSU-Helfer Ralf Wohlleben forderte die Anklage wegen Beihilfe zum Mord zwölf Jahre Haft.

Schulz garantiert: Diese Punkte sind für die SPD nicht verhandelbar
Punkt Vier, Europa, Schulz' Leib- und Magenthema: "Seien Sie sicher: Ich werde unsere Werte schützen und verteidigen". Oder aber die SPD ginge noch einmal als Junior-Partner in eine große Koalition unter Bundeskanzlerin Merkel .

Unfall mit 27 Verletzten im Bahnhof Andermatt
Dafür aber hätte die Lokomotive über ein Parallelgleis vom hinteren Ende zum vorderen Ende des Zuges geführt werden sollen. Am Bahnhof Andermatt im Kanton Uri sind am Montagvormittag 30 Menschen bei einem Rangierunfall verletzt worden.

Hinter der Krankheitswelle wird ein illegaler Bummelstreik der Piloten vermutet, nach B.Z. Die insgesamt rund 8000 Beschäftigten "sollten jetzt nicht in Mithaftung genommen werden für die Einzelinteressen von einigen Piloten", sagte die Ministerin. Am 21. September soll dann der Gläubigerausschuss zusammenkommen. Der Airline-Chef Thomas Winkelmann bezeichnete in dem Brief die Situation als "unerträglich". "Hiermit bekunden wir unser Interesse und unsere Absicht in dieser Angelegenheit", zitierte die Zeitung a den Geschäftsführer von LinkGlobal, Jonathan Pang, aus einem Schreiben, das auf den 31. August datiert sei. Frank Kebekus, der für ein korrektes Insolvenzverfahren zuständige Generalbevollmächtigte, erklärte: "Die Ereignisse gefährden das gesamte Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung massiv". Passagieren, die von Flugstreichungen betroffen seien, werde Air Berlin "die bestmögliche Reisealternative anbieten".

"Die Air-Berlin-Mitarbeiter sind bislang sehr professionell mit der schwierigen Situation des Unternehmens umgegangen".

Nach den ungewöhnlich vielen Krankmeldungen müssten die Flugzeugführer nun wieder rasch ihren Dienst aufnehmen, sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) am Mittwoch in Berlin.

Hinter der streikähnlichen Krankheitswelle, die im Branchenjargon als "sickout" bezeichnet wird, stecken offensichtlich Meinungsverschiedenheiten mit den Gewerkschaften, unter welchen Rahmenbedingungen es mit Air Berlin weitergehen soll. Bis Freitag läuft die Frist für Kaufangebote von Interessenten.

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