Nordkorea vermeldet erfolgreichen Test einer Wasserstoffbombe

Staatschef Kim Jong Un bei der Inspektion eines angeblichen Wasserstoffbomben Sprengkopfes an einem nicht genannten Ort

Staatschef Kim Jong Un bei der Inspektion eines angeblichen Wasserstoffbomben Sprengkopfes an einem nicht genannten Ort

Trotz aller Sanktionen zündet Nordkoreas Machthaber einen neuen Atomtest - angeblich eine mächtige Wasserstoffbombe. Der kommunistische Staat zog damit nicht nur den Ärger der USA auf sich. Der Test sei erfolgreich verlaufen, verkündete eine Sprecherin am Sonntag mit feierlicher Stimme im Staatsfernsehen. International löste der Test große Besorgnis aus. Der Adressat ist im Übrigen seit Jahrzehnten derselbe: Der Präsident der Vereinigten Staaten, aktuell Donald Trump. Vor allem in den bilateralen Gesprächen von Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping mit Putin und den anderen Staats- und Regierungschefs dürften Nordkoreas Atomtests eine Rolle spielen. Mit der Bombe könne auch eine neue Interkontinentalrakete (ICBM) des Landes bestückt werden, hieß es in dem Bericht. Das Fernsehen zeigte später einen handgeschriebenen Befehl zur Zündung der Bombe. Dafür brauche Nordkorea noch Zeit, sagte Moissejew der Agentur Interfax. Japan und Südkorea teilten mit, sie seien sicher, dass Nordkorea erneut einen Atomtest durchgeführt habe.

Am Sonntagmittag hat sich in der Nähe eines Atom-Testgeländes ein Beben der Stärke 6,3 in der Tiefe von null Metern ereignet. Diese Erschütterungen seien künstlich herbeigeführt worden, meldete das südkoreanische Militär. US-Präsident Donald Trump nannte das Vorgehen Pjöngjangs "sehr feindlich und gefährlich".

Der jüngste Paukenschlag Kims erfolgte jedenfalls wohl getimt - exakt zum Beginn des Treffens der Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien, Südafrika und Gastgeber China, der nun vor einem großen Dilemma steht.

Das diplomatisch isolierte Nordkorea hat den USA und Südkorea schon mehrfach mit einem präventiven Atomschlag gedroht. Trump bezeichnete Nordkorea am Sonntag auf Twitter als "Schurkenstaat", der eine Bedrohung für die USA darstelle und bei dem eine "Sprache der Beschwichtigung" nicht funktioniere. Trump wollte im Laufe des Sonntags mit seinem Sicherheitsteam, darunter Verteidigungsminister James Mattis und führende Generäle, zu Beratungen zusammenkommen.

Trump erwägt US-Handelsstopp mit allen Geschäftspartnern Nordkoreas
Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron sprachen sich in einem Telefonat ab. Um den genauen Grund für die Erdstöße zu ermitteln, werde die UN-Behörde ihre Daten noch weiter auswerten.

Zehntausende in Frankfurt und Koblenz werden nach Bombenfunden evakuiert
Nach aktuellem Informationsstand sollen die Patienten im Anschluss an die Bombenentschärfung am Sonntagabend zurückkehren. Die 500 Kilogramm schwere US-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde am Samstagnachmittag erfolgreich entschärft.

Ein riesiger Asteroid nähert sich gerade der Erde
Auch wenn Kollisionen großer Asteroiden mit der Erde extrem selten sind, könnte ein solcher Fall verheerende Folgen haben. Sie seien wie Ziegelsteine, aus denen sich die Planeten gebildet haben.

Auch China und Russland kritisierten den Atomtest Nordkoreas. Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) erklärte, der sechste Atomtest Nordkoreas heize die "ohnehin hochgespannte Lage auf der koreanischen Halbinsel" bewusst weiter an.

Nach Einschätzung der japanischen Regierung hat Nordkorea tatsächlich einen Atomtest unternommen. Das russische Außenministerium warf Nordkorea eine "demonstrative Missachtung" der Vorgaben des UN-Sicherheitsrats vor. Anfang der vergangenen Woche hatte Nordkorea bereits eine Rakete abgefeuert, welche über Japan hinwegflog und im Pazifik landete. Experten hatten allerdings stark die Angaben bezweifelt. Weil Kernfusionsvorgänge weitaus mehr Energie freisetzen als Kernspaltungsprozesse, können bei gleichen Abmessungen so außerdem stärkere Bomben konstruiert werden. Die Explosionskraft einer Wasserstoffbombe ist um ein Vielfaches größer als die einer herkömmlichen Atombombe.

Es ist nicht das erste Mal, dass Pjöngjang an einem für China bedeutenden Tag mit einer militärischen Provokation auf sich aufmerksam macht.

Der UNO-Sicherheitsrat hat das Atomprogramm Nordkoreas als Bedrohung für den Weltfrieden eingestuft und dem Land den Bau von Atomwaffen und Raketen untersagt. Die Option eines Erstschlags gegen Nordkorea muss vom Tisch, dafür müssen US-Abgesandte nach Pjöngjang reisen und einen guten "Deal" herausholen.

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