USA stocken Truppen in Afghanistan auf

Nach harscher Kritik will US-Präsident Donald Trump mit einer Großkundgebung wieder in die Offensive gehen

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In jedem zehnten Verwaltungsbezirk Afghanistans haben die Taliban inzwischen politische Kontrolle oder großen Einfluss, drei Millionen Menschen leben inzwischen wieder unter ihrer Herrschaft.

"Wir werden nicht wieder Staatsaufbau betreiben - wir werden Terroristen töten", kündigte Trump an. Die Befugnisse des US-Militärs würden erweitert. Dafür scheint es keine Abzugspläne mehr zu geben. Für den Krieg in Afghanistan sei es auch wichtig, die US-Strategie gegenüber Pakistan zu ändern.

Derzeit sind etwa 950 deutsche Soldatinnen und Soldaten im Rahmen der NATO-Mission Resolute Support (RS) in Afghanistan - damit ist Deutschland der zweitgrößte Truppensteller im Land nach den USA.

Eine Truppenaufstockung ist ein politisches Spiel mit dem Feuer für Trump. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen ließ heute mitteilen, dass Auftrag und Umfang der Bundeswehr-Truppen im Mandat des Bundestages sehr klar definiert sei. Das heißt: keine zusätzlichen deutschen Soldaten. Zuvor war in Medienberichten davon die Rede, die Zahl werde auf Vorschlag des Pentagon um 4000 erhöht. "Die Bedingungen vor Ort, nicht willkürliche Zeitpläne, werden von jetzt an unsere Strategie leiten". Er könne immer noch nicht glauben, dass die USA wirklich eine gute Zukunft für sein Land erschaffen wollten. Sie geben dem pakistanischen Militär und der Regierung die Schuld, dass so viele Terroranschläge in Afghanistan stattfinden.

Politiker von CDU und SPD loben US-Strategie Trump hatte die neue Strategie am Montag (Ortszeit) verkündet und war dabei von seiner früheren Kritik an dem Einsatz am Hindukusch abgerückt.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte, das Bündnis stehe weiter uneingeschränkt zu Afghanistan.

Er habe zwar anfangs die Truppen abziehen wollen, sagt Trump. Von Deutschland liegt eine solche Zusage bislang nicht vor. China würde es begrüßen, wenn Pakistan und die USA ihre Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terror auf der Grundlage gegenseitigen Respekts führten und zusammenarbeiten würden, um Sicherheit und Stabilität in der Region und der ganzen Welt zu fördern. Die Taliban antworteten auf Trumps Äußerung, dass sie ihren Glaubenskrieg solange weiterführen werden, bis alle Amerikaner aus dem Land abgezogen sind.

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Als Präsidentschaftskandidat hat Donald Trump gar nichts von teuren und langwierigen Militäreinsätzen wie im Irak, in Syrien oder Afghanistan gehalten. Trump war im Wahlkampf stets als Politiker aufgetreten, der sich gegen militärische Intervention einsetzt. "Mein erster Instinkt war abzuziehen", sagte er in seiner Rede. "Aber die Konsequenzen wären ebenso vorhersehbar wie inakzeptabel".

Nun hat Trump - mal wieder - seine Meinung geändert, zumindest in Sachen Afghanistan.

Die Taliban lehnen Friedensgespräche seit Jahren ab. Man werde die Taliban daran hindern, Afghanistan zu übernehmen, sagte Trump.

Die radikalislamischen Taliban reagierten umgehend auf die Rede des US-Präsidenten und drohten Washington. Nach Presseberichten wollen alleine die USA ihr Kontingent nahezu verdoppeln. Dass Indien stärker mit wirtschaftlicher Hilfe eingebunden werden soll, wird aber schon als Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung Pakistan verstanden. Beide Atommächte gelten als Erzfeinde.

Nach Nato-Angaben sind derzeit etwas 12.400 Soldaten im Einsatz, um afghanische Sicherheitskräfte auszubilden und zu beraten.

Fachleute sind sich einig, dass mehr Training für die etwa 350.000 Mann starken afghanischen Streitkräfte der Schlüssel für eine Verbesserung der Sicherheitslage ist - vor allem Training für die relativ erfolgreichen Spezialkräfte, die bis 2020 auf 34.000 Mann verdoppelt werden sollen.

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