Türkei beantragt Auslieferung von Adil Öksüz Deutschland

Die Nacht des Putschversuchs

Die Nacht des Putschversuchs

Sollte der flüchtige Öksüz nun tatsächlich in Deutschland sein, wäre das auch von erheblicher politischer Bedeutung: Ankaras fortgesetzte Klagen, Deutschland nehme die zahlreichen Ansuchen auf Auslieferung mutmaßlicher Putschverdächtiger und Anhänger der Gülen-Bewegung nicht ernst und gewähre "Terroristen" Schutz, müssten dann wohl neu bewertet werden. Anadolu berichtete unter Berufung auf Diplomatenkreise in Ankara und Berlin, dass die Note am Wochenende übermittelt worden sei. Bei dem Mann handele es sich um einen Anführer der Luftwaffen-Soldaten, die für die Bombardierung des türkischen Parlaments verantwortlich seien. Laut hiesigen Presseberichten war Öksüz in Frankfurt und Ulm gesichtet worden. Dies berichtet die türkische Zeitung "Sabah". Die Bundesregierung werde darin um die Prüfung türkischer Medienberichte gebeten, wonach sich Öksüz in Deutschland aufhält und dort Asyl beantragt hat.

Für den gescheiterten Umsturzversuch macht die türkische Führung den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen verantwortlich.

In der Verbalnote wurde ferner darauf hingewiesen, dass Öksüz eine der Schlüsselfiguren des Putschversuchs vom 15. Juli ist. Die Türkei hat sich deshalb an die Bundesregierung gewandt. Die sollen von der FETÖ bereitgestellt und für die Verurteilungen durch Mitglieder der Gülen-Bewegung innerhalb der Justiz verwendet worden sein. Er wurde am Morgen des 16. Juli in der Nähe des Stützpunkts festgenommen, jedoch kurz darauf auf Anweisung eines Staatsanwalts wieder freigelassen.

In einem Mammutprozess gegen fast 500 mutmaßliche Putschisten, der zurzeit in Ankara läuft, wird auch gegen Gülen und Öksüz verhandelt - in Abwesenheit. Es gab auch Mitteilungen, dass er eine befristete Aufenthaltsgenehmigung in Baden-Württemberg bekommen habe. Berlin verweist jedoch darauf, dass allein die Asylbehörden über die Gesuche entscheiden. Dieser Streit belastet seit Monaten die Beziehungen. Darunter sind die Journalisten Deniz Yücel und Mesale Tolu Corlu sowie der Menschenrechtsaktivist Peter Steudtner. Mittlerweile hält er sich angeblich in Deutschland auf. Dennoch seien die Haftbedingungen im Gefängnis Silivri westlich von Istanbul nach wie vor schwierig und teilweise "gesetzeswidrig".

Kleinkind stirbt in überhitztem Auto
Sie fuhr am Dienstag mit Kind und Freund in einem Auto von Tirol zurück nach Vorarlberg, verlautete es aus Ermittlerkreisen. Sie rät, in einem solchen Fall nach Angehörigen in der Umgebung Ausschau zu halten und nötigenfalls die Polizei zu rufen.

Baum stürzt auf Gläubige bei Prozession
Zahlreiche Helfer waren im Einsatz, darunter ein Team von Ärzten, mehrere Krankenwagen und die Feuerwehr . Den Angaben zufolge war sie schon seit drei Jahren als gefährlich und umsturzgefährdet eingestuft worden.

Gladbach und Leverkusen mit Mühe im Cup weiter
Nach dem erneuten Ausgleich durch Dimitrios Popovits (80.) sorgte Aias Aosman (84.) für den Siegtreffer. Gladbach drehte beim Viertligisten Rot-Weiss Essen einen 0:1-Rückstand spät und gewann 2:1.

Demnach werden Gharavi, der psychologische Probleme habe, homöopathische Medikamente verweigert.

Gharavi sei inzwischen mit einem Häftling zusammengelegt worden, der aber auch nur Türkisch spreche, sagte der Anwalt.

Mit dem Gefängnispsychologen könne sich Gharavi nicht verständigen. Die Kanzlei habe Einspruch gegen die Haftbedingungen eingelegt und fordere unter anderem eine Zusammenlegung der beiden Menschenrechtler. Gegen acht der insgesamt zehn Beschuldigten wurde danach wegen Terrorunterstützung Untersuchungshaft verhängt. Ihm werden Terrorpropaganda und Volksverhetzung vorgeworfen.

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