Trump verurteilt "rassistische Gewalt" in Charlottesville

Donald Trump während einer Pressekonferenz am Samstag in Bedminster

Donald Trump während einer Pressekonferenz am Samstag in Bedminster

Nach der Gewalt in Virginia will er sich nicht von den Neonazis distanzieren. Auf das Verhalten von US-Präsident Donald Trump bei dem Thema ging Merkel nicht näher ein.

Eine Kundgebung von Rechtsextremisten in Charlottesville (US-Staat Virginia) ist am Samstag in Gewalt eskaliert. Die Beraterin des Präsidenten erklärte, dass in der US-Gesellschaft "kein Platz für Rassismus, weisse Vorherrschaft und Neonazis" sei.

Dann folgte Paul Ryan, der Top-Republikaner im Abgeordnetenhaus, der deutlicher wurde, die Gewalt in Charlottesville als "widerwärtig" bezeichnete. Das muss auch Trump mitbekommen haben: Selbstbewusste Extremisten marschierten in Kampfmontur auf, ausgestattet mit Schutzschilden, Helmen und Waffen im Anschlag. "Die Gewalt, der Verlust eines Lebens und der Hass, der heute hier gezeigt wurde, ist herzzerreißend", schrieb das Brody Jewish Center - Hillel at UVa auf seiner Facebook-Seite. Ein 20-Jähriger steuerte sein Auto in eine Menge friedlicher Gegendemonstranten. Eine Frau (32) starb, es gab Schwerverletzte. Der Gouverneur von Virginia hatte bereits den Ausnahmezustand ausrufen müssen. Selbst seine Ehefrau Melania fühlte sich berufen, per Twitter gegen Hass und Gewalt aufzurufen.

Ivanka Trump (35) macht das, was ihr Vater nicht getan hat: Sie verurteilt die Nazi-Aufmärsche vom Wochenende in Charlottesville entschieden. Trump verurteilte den Hass und die Bigotterie "auf vielen Seiten". Schon vor dem offziellen Beginn des rechtsextremen Aufmarschs war es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit deren Gegnern gekommen. Dass das Weiße Haus versuchte, diese Rhetorik im Nachhinein geradezubiegen, ändert nichts daran.

Ein Vertreter der Ultrarechten in den USA hat die Polizei in Charlottesville für die Gewalt vor und nach der Demonstration verantwortlich gemacht. Sie bedankt sich für diesen Freibrief. Und der Präsident auf sie.

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"Wir erfüllen die Versprechen von Donald Trump". "Das ist schrecklich, das ist böse", sagte sie zu Phoenix und Deutschlandfunk.

Überrascht braucht allerdings keiner sein. Es gebe in Amerika "keinen Platz" für solche Gewaltausbrüche, sagte er an seinem Urlaubsort.

Unter den Teilnehmern des Aufmarschs waren auch Mitglieder der sogenannten Alt-Right-Bewegung.

Der "Guardian" in London meint, Trump habe die Rechtsextremen in seinem Statement absichtlich ausgespart. Bisher waren die Rechtsradikalen in verschiedenen Splittergruppen organisiert und vor allem isoliert. Das gelte "natürlich auch für Neonazis, den Ku Klux Klan und alle extremistischen Gruppen".

Anlass für die Kundgebung unter dem Motto "Vereinigt die Rechte" war ein Stadtratsbeschluss, eine Statue des Konföderierten-Generals Robert E. Lee aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg (1861 bis 1865) zu entfernen.

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