Test zu Gesichtserkennung per Videokamera in Berlin gestartet

Big Brother in Berlin: Wie man in der Hauptstadt die Gesichtserkennung testet

Big Brother in Berlin: Wie man in der Hauptstadt die Gesichtserkennung testet

Schon im Jahr 2007 machte das Bundeskriminalamt einen ernüchternden Praxistest im Mainzer Hauptbahnhof.

"Big brother is watching you" - der berühmte Spruch aus George Orwells Buch "1984" kommt fast immer zum Zug, wenn es um den Einsatz von Überwachungstechnik geht.

Wetterdienst: Schwere Unwetter kommen auf Südniedersachsen zu
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Großer Preis von Ungarn: Sebastian Vettel sichert sich die Pole
Rennen für die Scuderia verabschiedete sich Spitzenreiter Vettel mit 14 Punkten Vorsprung auf den Briten in den Sommerurlaub. Felipe Massa muss aus gesundheitlichen Gründen auf den Start im Qualifying und im Grand Prix von Ungarn verzichten.

EM-Aus für deutsche Fußballerinnen
Kurz vor Schluss (83.) agierte die Verteidigung dann erneut zu sorglos und Nielsen schockte Deutschland mit dem Siegtreffer. Die Gastgeberinnen setzten sich am Samstag in Doetinchem gegen den achtfachen EM-Halbfinalisten Schweden mit 2:0 durch.

Bei der Testreihe am Berliner Bahnhof Südkreuz soll die Gesichtserkennung mit Hilfe von Überwachungskameras nur an ausgesuchten Probanden getestet werden. Drei Kameras filmen an einem Ein- und Ausgang sowie an einer Rolltreppe des großen Fern- und S-Bahnhofs. Die deutsche Bundespolizei, das Bundeskriminalamt und das Bundesinnenministerium führen die Testreihe gemeinsam mit der Deutschen Bahn AG, dem Betreiber des Bahnhofs durch. "Unsere öffentlichen Plätze müssen sicher sein", sagte Innenminister Thomas de Maizière (CDU) zum Auftakt des Testlaufs. Durch Gesichtserkennungs-Systeme könnten bessere Ergebnisse für die Sicherheit der Bürger erzielt werden. Der technische Fortschritt dürfe bei den Sicherheitsbehörden nicht haltmachen. "Deshalb freut es mich sehr, dass wir am Bahnhof Südkreuz jetzt unter realen Bedingungen testen, was auf der Grundlage der heute vorhandenen Technik möglich ist". Der Test sei aber legitim, da die Teilnahme freiwillig ist. Mehr als 200 Testpersonen hatten sich für den sechsmonatigen Probelauf gemeldet. Die biometrischen Daten ihrer Fotos befinden sich nun in einer Testdatenbank, mit der die Gesichtserkennungssoftware die biometrischen Daten aller Passanten vergleicht, die ab 1. August in den Testbereichen gefilmt werden.

Kann die Kamera auch erkennen, wenn jemand auf dem Bahnhof komisch herumschleicht und sich irgendwie atypisch verhält? Derzeit werden etwa 900 Bahnhöfe mit über 6.000 Videokameras überwacht. Dort wird man gesehen. Die Daten anderer Menschen, die den Bereich der Kameras passieren, bleiben nicht erhalten. Die Versuchsteilnehmer tragen außerdem einen Transponder bei sich, nicht größer als eine Kreditkarte. So soll die Fehlerquote insgesamt ermittelt werden. In einer zweiten Testphase sollen verdächtige Gegenstände, wie etwa herrenlose Koffer automatisch erfasst und gemeldet werden. Darüber hinaus sollen auch verschiedene Gefahrensituationen erprobt werden. Mit der Kritik an dem Einsatz von erkennungsdienstlicher Videoüberwachung steht der DAV nicht alleine da. Die Datenschutzbeauftragten der Länder haben im April Tests zur Videoüberwachung mit biometrischer Gesichtserkennung für illegal erklärt. Der Deutsche Anwaltverein warnt vor dem Überwachungsstaat. Vom Verein "Freiheit statt Angst". 2006 zum Beispiel lief ein Versuch am Hauptbahnhof in Mainz. "Die Trefferquote liegt bei weit über 90 Prozent" sagt Jürgen Pampus von der Firma Cognitec. In der Dämmerung oder abends sank sie auf zehn bis 20 Prozent. Mittlerweile, so das Versprechen, seien Technik und Software viel weiter.

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