Gewaltausbruch nach Präsidentschaftswahl in Kenia

Uhuru Kenyatta

Uhuru Kenyatta

Aktuellen Meldungen zufolge sollen dort auch zwei Menschen von der Polizei erschossen worden sein.

Innenminister Fred Matiangi bescheinigte der Polizei, "nirgendwo im Land unverhältnismäßige Gewalt gegen einen Demonstranten angewandt" zu haben.

Die kenianische Wahlkommission hat Amtsinhaber Uhuru Kenyatta zum Sieger der Präsidentschaftswahlen erklärt. Kenyatta hatte sich nach Angaben der Wahlkommission mit 54 Prozent der Stimmen gegen seinen Herausforderer Raila Odinga durchgesetzt.

Kenyattas Herausforderer Odinga hatte zuvor über Wahlmanipulationen geklagt. Das Rote Kreuz behandelte nach eigenen Angaben 93 Verletzte in Nairobi und im Westen Kenias. "Jeder hat das Recht auf friedliche Proteste", sagte Muthoni Wanyeki, der Ostafrika-Chef der Menschenrechtsorganisation. "Die Polizei wird Friedensbrüche nicht tolerieren". Weitere sechs seien mit anderen Verletzungen im Zusammenhang mit Polizeiauseinandersetzungen eingeliefert worden. Innenminister Fred Matiang'i zufolge habe es "sporadische Fälle von Gesetzlosigkeit gegeben". Dies seien aber keine Demonstranten gewesen, sondern Kriminelle, die die Situation ausnutzten.

Ärzte ohne Grenzen setzt Rettungseinsätze im Mittelmeer aus
Hunderte Ehrenamtliche hatten auf den beiden Schiffen Sea-Eye und Seefuchs freiwillige und unbezahlte Einsätze geleistet. Sea-Eye rettete nach eigenen Angaben seit Beginn ihrer Missionen im April 2016 rund 12 000 Menschen vor dem Ertrinken.

Drama beim Abschied: Bolt humpelt in die Rente
Bolt war mit Rückstand auf die letzte Teilstrecke gegangen, schrie nach wenigen Schritten vor Schmerzen auf und ging zu Boden. Der elfmalige Weltmeister und achtmalige Olympiasieger Bolt tritt ohne einen weiteren WM-Titel in seinen Händen zurück.

Weiteres Leichenteil in Hamburger Gewässer gefunden
Alle Körperteile gehören höchstwahrscheinlich zu einer 48 Jahre alten Prostituierten, wie die Polizei mitteilte . Polizeitaucher waren heute Mittag im Goldbekkanal eingesetzt um ggf. weitere Leichenteile aufzufinden.

Er wirft der Regierung vor, bei der Präsidentschaftswahl betrogen zu haben und seine Anhänger ermorden zu wollen. Es sei bereits im Voraus geplant gewesen, jegliche Demonstrationen auf brutalste Weise zu unterdrücken. Für den Oppositionschef Raila Odinga hätten 44,74 der Wähler gestimmt, teilte der Chef der Wahlkommission, Wafula Chebukati, mit. Worauf diese Zahl beruht, sagte es nicht. Die Opposition weigert sich allerdings, das Ergebnis anzuerkennen - sie bezeichnet die Auszählung der Stimmen als "Farce".

Der kenianischen Menschenrechtskommission zufolge kam es zu "vielen Fällen von Polizeibrutalität gegen Zivilisten". Bei einem ersten Gewaltausbruch gibt es mehrere Tote, Menschenrechtler sprechen von über 20. Der Vizevorsitzende der Bischofskonferenz, John Oballa Owaa, forderte die Sicherheitskräfte zur Zurückhaltung auf. Zudem müssten die Führer der Oppositionsparteien ihre Zweifel am Wahlergebnis friedlich auf dem Rechtsweg klären und ihre Anhänger zu Ruhe auffordern.

Neben dem Präsidenten und den beiden Kammern des Parlaments wählten die Kenianer am Dienstag in den 47 Verwaltungsbezirken des Landes auch neue Gouverneure und Regionalvertretungen. Wahlen in Kenia waren in der Vergangenheit oft mit ethnischen Spannungen und Gewalt verbunden.

In den vergangenen Tagen wurden Erinnerungen an die Wahl vor zehn Jahren wach: Damals waren in Kenia mehr als 1100 Menschen bei Unruhen ums Leben gekommen.

Recommended News

  • HSV blamiert sich im Pokal - Leipzig, 96 und

    HSV blamiert sich im Pokal - Leipzig, 96 und "Wölfe" weiter

    Osnabrück überzeugte auf ganzer Linie und kontrollierte die Partie, obwohl der Drittligist nach Rot für Marcel Appiah ab der 19. Ansonsten setzten sich die Erstligisten heute durch: RB Leipzig gewann 5:0 bei Verbandsliga-Aufsteiger Dorfmerkinge.
    Merkel besucht ehemaliges Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen

    Merkel besucht ehemaliges Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen

    Zu den Inhaftierten gehörten auch prominente Oppositionelle wie Bärbel Bohley, Jürgen Fuchs, Ulrike Poppe oder Freya Klier. In dem Gefängnis des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit waren von 1951 bis 1989 mehr als 11 000 Menschen eingesperrt.
    Journalisten in der Türkei wegen einer App im Visier der Polizei

    Journalisten in der Türkei wegen einer App im Visier der Polizei

    Die Beschuldigten werden dem Bericht nach verdächtigt, die verschlüsselte Messenger-App "ByLock" genutzt zu haben. Berichten zufolge wirft das Erdogan-Regime den Berichterstattern vor, Mitglieder der Gülen-Bewegung zu sein.
  • Augsburg-Bus in Magdeburg beschmiert

    Augsburg-Bus in Magdeburg beschmiert

    Beide Zeugen haben die Kennzeichen des Wagens notiert. "Warum der Bus nun doch vor dem Hotel stand, vermögen wir nicht zu sagen". Die Schriftzüge wurden am Sonntagmorgen von einer vorbeifahrenden Polizeistreife entdeckt, wie ein Polizeisprecher sagte.
    Schulz für europäische E-Autoquote

    Schulz für europäische E-Autoquote

    Verbraucherschützer fordern unterdessen von den Autoherstellern verbindliche Zusagen für die geplanten Diesel-Nachrüstungen. Nach dem Vorschlag von Schulz soll die Quote nicht für die Autobauer gelten, sondern für Neuzulassungen.
    Wer ist der Mann ohne Gedächtnis aus Dortmund?

    Wer ist der Mann ohne Gedächtnis aus Dortmund?

    Er hatte sein Gedächtnis verloren und wusste nicht mehr, wer er ist und wie er dorthin gekommen war. Dabei handelt es sich um eine seltene, durch Gedächtnisverlust gekennzeichnete Krankheit.
  • Mindestens 43 Tote und mehr als hundert Verletzte bei Zugunglück in Ägypten

    Mindestens 43 Tote und mehr als hundert Verletzte bei Zugunglück in Ägypten

    Das schwerste Zugsunglück ereignete sich im Jahr 2002, als ein überfüllter Zug nahe Kairo Feuer fing. Eine der beiden Bahnen sei aus Kairo gekommen, die andere aus der Stadt Port Said am Suezkanal.
    Trump droht Kim Jong-un

    Trump droht Kim Jong-un "Feuer und Zorn" an

    Chinas amtliche Nachrichtenagentur Xinhua kritisierte den verbalen Schlagabtausch zwischen den USA und Nordkorea. Doch alle Aufforderungen, einen kühlen Kopf zu bewahren, stoßen bei US-Präsident Donald Trump auf taube Ohren.
    Agentur: Nordkorea erwägt Raketenangriff auf US-Insel Guam

    Agentur: Nordkorea erwägt Raketenangriff auf US-Insel Guam

    Bis 2020 sollten 60 Prozent der Marineflotte im Pazifik sein, darunter sechs von elf Flugzeugträgern, erklärte die US-Regierung. Von Guam starten regelmäßig strategische US-Bomber des Typs B-1 zu Militärmanövern Richtung koreanische Halbinsel.
  • Rummenigge über Neymar-Transfer:

    Rummenigge über Neymar-Transfer: "Wir wollen das nicht"

    Der Präsident des FC Barcelona verdeutlicht dem abgewanderten Brasilianer noch einmal die Bedeutung dieses Vereins. Der FC Bayern München distanziert sich von Transfers in solchen Größenordnungen.
    Heidi Klums Lidl-Kollektion wird auf der New-York-Fashion-Week präsentiert

    Heidi Klums Lidl-Kollektion wird auf der New-York-Fashion-Week präsentiert

    Mit Heidi Klum als kreativer Inspirationsquelle und erfolgreicher Designerin an unserer Seite wollen wir das ändern. Ausgenommen, die Echtleder-Jacke im Bikerstil für rund 60 Euro. "Das alles zum unschlagbaren Preis".
    Infratest: Merkel verliert an Beliebtheit - Schulz erreicht Tiefstwert

    Infratest: Merkel verliert an Beliebtheit - Schulz erreicht Tiefstwert

    Umweltministerin Barbara Hendricks ist neu in die Beliebtheitsliste aufgerückt und kommt ebenfalls auf 39 Prozent Zustimmung. Das geht aus einer Meinungsumfrage von ARD-DeutschlandTrend zu den "beliebtesten Politikern Deutschlands" hervor.

We are pleased to provide this opportunity to share information, experiences and observations about what's in the news.
Some of the comments may be reprinted elsewhere in the site or in the newspaper.
Thank you for taking the time to offer your thoughts.