Hamburger Polizei geht mit Wasserwerfern gegen G20-Gegner vor

US-Präsident Donald Trump und Angela Merkel in Hamburg

US-Präsident Donald Trump und Angela Merkel in Hamburg

Hamburg - Der Demonstrationszug der von der Hamburger Polizei mit großer Sorge beobachteten Anti-G20-Kundgebung "Welcome to Hell" hat sich am Donnerstagabend in Bewegung gesetzt.

Nordkurier-Reporter Carsten Korfmacher war live vor Ort, als die Polizei mit Wasserwerfen anrückte und Tränengas einsetzte.

Die Polizei forderte Unbeteiligte auf, sich vom Geschehen zu entfernen, "um den Einsatzkräften die Arbeit zu erleichtern". Die Lage habe sich beruhigt, hiess es von Seiten des Polizeipräsidenten. Durch Flaschenwürfe und Feuerwerkskörper seien weitere Polizisten verletzt worden.

Es wurden Rauchbomben geworfen, später brannten umgestürzte Mülltonnen und Autos.

Die rigoros vorgehende Polizei setzte Wasserwerfer und Pfefferspray ein und trieb die rund 12 000 großteils friedlichen Teilnehmer der Demonstration auseinander.

Nach ihren Angaben wurden 74 Polizisten verletzt, drei von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Die Piloten seien geblendet worden und hätten Augenverletzungen erlitten. Er gehe von über hundert verletzten Demonstranten aus.

Knapp eine Stunde stehen sich Demonstranten und Polizei gegenüber, ehe der Veranstalter die Kundgebung für beendet erklärt - und sofort Ausschreitungen beginnen.

Nach Polizeiangaben hatten sich etwa 1000 Vermummte unter die Demonstranten gemischt. Die Veranstalter warfen der Polizei ein unverhältnismäßiges Vorgehen vor.

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G20-Protest eskaliert - Wasserwerfer eingesetzt
Rund 200 Vermummte waren unter den Demonstranten, die offenbar näher an das Konzerthaus herankommen wollen. Polizisten nehmen am Pferdemarkt in Hamburg eine Person während eines Wasserwerfereinsatzes in Gewahrsam.

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Das Szenario erinnert an Demos zum 1. Mai im Hamburger Schanzenviertel: Dieses Jahr hatte es dort eine friedliche, genehmigte Demonstration gegeben und erst am Abend Ausschreitungen, gegen die Polizei dann auch mit Hundertschaften vorgegangen war. Dies gelang aber nicht.

Während es Richtung Fischmarkt gegen halb 9 noch Krawalle gab und abermals Wasserwerfer eingesetzt wurden, verschwanden immer wieder Gruppen aus dem Schwarzen Block in Richtung Seitenstraßen, so Eder. Potenzielle Gewalttäter rüsteten sich laut Polizei mit Gerüstteilen und Steinen.

Die Bundespolizei berichtete von einem Angriff auf ihr Revier im Stadtteil Altona.

Auch Andreas Blechschmidt, Organisator der Demonstration, reagierte im Video-Interview mit der Berliner Zeitung (siehe oben) schockiert über die Darstellung der Hamburger Polizei in den letzten Wochen: "Es macht mich sprachlos und es ist erschreckend, wie die Hamburger Polizei sich in den letzten Tagen verhalten hat und massive Gewaltexzesse herbeigeredet hat, zum Beispiel, dass die Demonstranten sich mit Waffen gegen die Beamten bewaffnen wollten", sagte er zu Beginn der Veranstaltung dieser Zeitung.

Kurz vor der Eskalation: Vorm Golden Pudel Club sind diverse Wasserwerfer aufgefahren, Tausende Schaulustige beobachten die Szene.

Das erste G20-Gipfeltreffen in Deutschland wird von etwa 19.000 Polizisten geschützt. Ihr Motto lautet: "G20-Gipfel blockieren, sabotieren, demontieren!" Sie wollen die Anfahrtsrouten lahmlegen und planen auch Aktionen im Hafen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) traf US-Präsident Trump noch am Donnerstag zum Austausch.

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