Versöhnlicher Auftakt der Brexit-Gespräche - aber keine Annäherung

"Es ist jetzt ein Jahr, dass dieses Referendum stattgefunden hat", sagte Luxemburgs Aussenminister Jean Asselborn mit Blick auf die britische Abstimmung im Juni 2016. Beide Seiten müssen rund 21.000 einzelne EU-Regelungen diskutieren, Großbritannien müsste 750 internationale Verträge neu aushandeln. Ende März schickte Premierministerin Theresa May offiziell das Austrittsgesuch nach Brüssel. Am Montag beginnen die Brexit-Gespräche zwischen der britischen Regierung und der EU. Derzeit ringt sie um eine Zusammenarbeit mit der nordirischen DUP, um überhaupt weiter regieren zu können. Zu deutlich hatte der Schatzkanzler in den vergangenen Monaten die Sache der Wirtschaft und der City of London vertreten und gegen den "harten" Brexit argumentiert.

Davis bekräftigte, dass Großbritannien auch den EU-Binnenmarkt und die Zollunion verlassen wolle.

Barnier sagte, das Ziel sei klar, es müssten die Unsicherheiten durch den Brexit vor allem für die Bürger geklärt werden.

"Kein Deal ist besser als ein schlechter Deal für Großbritannien."

Die Brexit-Rechnung: Die Kosten für den Brexit entstehen aus gemeinsamen Verpflichtungen der bisher 28 Mitgliedsstaaten der EU. Ob tatsächlich Theresa May die Brexit-Verhandlungen bis zum Schluss führt, ist fraglicher denn je.

Haftbefehl nach tödlichem Autorennen in Mönchengladbach
Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) befürwortete in der "Rheinischen Post" härtere Strafen für Teilnehmer illegaler Autorennen . In Köln dagegen erhielten zwei mutmaßliche Raser im April 2015 wegen fahrlässiger Tötung lediglich Bewährungsstrafen.

Schießerei bei Paketdienst in San Francisco - Medien: Mindestens zwei Tote
Er habe während einer morgendlichen Besprechung der Angestellten um sich geschossen, sagte ein UPS-Sprecher. Der Angreifer hatte in einer Uniform des Paketdienstes das Gebäude betreten und dann um sich geschossen.

DFB-Team fliegt mit "großer Lust" nach Russland
Beim Probelauf für die WM 2018 streben Löws Perspektivspieler nach einem ähnlichen Erfolg. "Wir haben drei Gruppenspiele. Allerdings fehlen bei dem Turnier alle Weltmeister von Manuel Neuer über Mesut Özil und Thomas Müller bis Toni Kroos.

Der britische Außenminister Boris Johnson, der vehement für den Abschied seines Landes aus der EU geworben hatte, sagte, man müsse in die Zukunft schauen. "Ich bin nicht der Meinung, dass man ein Exempel statuieren sollte", betonte Kurz. "Langfristig wird das gut für das Vereinigte Königreich und für den Rest von Europa sein", sagte er und zeigte sich sicher: "Ich denke, der Prozess wird ein glückliches Ende finden". Zunächst soll über drei wichtige Themen gesprochen werden: Erstens die Rechte der rund 3,2 Millionen EU-Bürger in Großbritannien und der rund eine Million Briten in den bleibenden 27 EU-Ländern.

Hinter beiden steht ein Team von EU-Spezialisten, die seit Jahrzehnten die Handelsverträge für die Union aushandeln, wie zuletzt das Abkommen mit Kanada. Die Bewahrung des Karfreitagsabkommens und die Durchlässigkeit der Grenze zwischen Irland und Nordirland seien die drängendsten Fragen. Ziel ist es, bis zum Herbst "ausreichende Fortschritte" bei den drei EU-Kernanliegen zu erreichen, damit dann Anfang 2018 die Verhandlungen über die übrigen Streitfragen, insbesondere bei den Wirtschafts- und Handelsbeziehungen, beginnen können. Nötig wird wahrscheinlich eine Übergangsfrist. Auch über die künftige Grenze zwischen Irland und Nordirland sollen hochrangige Vertreter verhandeln. Ob sie ihre Maximalpositionen in den Verhandlungen werden durchsetzen können, erscheint nach dem jüngsten Wahlausgang allerdings besonders fraglich. Die europäische Seite lehnte dies ab. Ein Stichdatum ist umstritten, weil Großbritannien nach jetzigem Stand frühestens 2019 aus der EU ausscheiden wird. Wie soll das zukünftige Verhältnis zwischen Großbritannien und der EU aussehen? Demnach wäre es nicht erlaubt, günstigere Handelsbeziehungen zu den verbleibenden EU-Staaten zu pflegen als zu Ländern, die kein Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union haben - wie etwa die USA. "Es gibt mehr, was uns verbindet, als uns trennt".

Deutschlands Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) äußerte in der "Welt am Sonntag" die Hoffnung, dass Großbritannien im Binnenmarkt bleibe. "Befremdlich ist aber, dass der britische Verhandlungsführer David Davis diese Rechte nur denen gewähren möchte, die vor dem 29. März eingereist sind", sagte der Liberale. Die EU sollte alles für eine tragfähige Beziehung tun, ohne von ihren Grundprinzipien abzurücken.

Den Start der Brexit-Verhandlungen hatten sich die Briten ganz anders vorgestellt: Sie wollten mit einer kräftig aufgepumpten Premierministerin antreten, durch einen Erdrutschsieg bei der Unterhauswahl gestärkt, mit einem grandiosen Vertrauensvotum des britischen Volkes im Rücken.

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