May verliert Mehrheit in Großbritannien - Corbyn fordert Rücktritt

Nach Auszählung fast aller Wahlkreise bleiben die Konservativen zwar stärkste Kraft, verzeichnen aber deutliche Verluste. Damit steht Großbritannien kurz vor Beginn der Brexit-Verhandlungen über einen EU-Austritt vor einer komplizierten und möglicherweise langwierigen Regierungsbildung.

Die Liberaldemokraten kommen laut der Prognose auf 14 Mandate - das wäre ein Zuwachs um fünf Sitze. Die Schottische Nationalpartei (SNP) rutschte den Nachwahlbefragungen zufolge von 54 auf 34 Sitze ab. Großer Gewinner ist die Labour-Opposition unter ihrem dezidiert linke Positionen vertretenden Vorsitzenden Jeremy Corbyn: Im neuen Unterhaus dürfte sie statt wie bisher mit 232 Mandaten diesmal mit etwa 266 Abgeordneten vertreten sein. Unsere deutschen Unternehmen brauchen eine schnelle Einigung auf den künftigen Status der in Deutschland lebenden Briten und der in UK lebenden EU-Bürger. Das Land brauche jetzt "mehr als alles andere" eine Phase der Stabilität, sagte die angeschlagen wirkende Regierungschefin.

Gleich nach Schließung der Wahllokale sollte es am Donnerstagabend eine auf Wählerbefragungen basierende Prognose geben.

Theresa Mays Schuhe wurden zu einem Hashtag bei Twitter. Sein Kollege Tony Travers erklärte: "Das ist genau das Gegenteil dessen, was sie mit der Wahl erreichen wollte". Auch der Terror könnte der langjährigen Innenministerin politisch geschadet haben. Ein Rücktritt sei nicht auszuschließen.

CDU-Europaabgeordnete Elmar Brok erklärte, er befürchte negative Auswirkungen auf die Brexit-Verhandlungen. "Dieses Ergebnis bedeutet, dass überhaupt keiner Kompromisse machen kann". Dagegen sieht der ÖVP-Europaabgeordnete Othmar Karas die Verhandlungsposition der britischen Regierung "natürlich" geschwächt.

May will sich um am Mittag zum Wahlergebnis äußern.

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Als May die Neuwahl ausgerufen hatte, galt noch ein überragender Sieg mit einem Zugewinn von 100 Sitzen für die Tories als wahrscheinlich. Doch die Nordiren wollen keinen harten Brexit und werden Forderungen stellen. May hat für elf Uhr eine Erklärung angekündigt. Englands früherer Nationalstürmer und heutiger Twitterstar Gary Lineker sprach in einem viral gehenden Tweet von einem "Eigentor Mays".

Brexit-Wortführer als May-Nachfolger?

Denn die absolute Mehrheit im Unterhaus der Tories ist in Gefahr. "Eines ist uns allen klar". Um einen Sitz zu bekommen, müssen Politiker in ihrem Wahlkreis die meisten Stimmen holen. May will einen klaren Bruch: Das Vereinigte Königreich soll mit dem Brexit auch den gemeinsamen europäischen Binnenmarkt und die Zollunion verlassen. Die Wähler haben May gedemütigt - und Mitleid für sie wäre verfehlt.

In Großbritannien gilt das Mehrheitswahlrecht. Möglich wäre eine Koalition oder die Tolerierung einer Minderheitsregierung. Eine besondere Bedeutung könnte daher den kleineren Parteien zukommen, die zusammen 22 Sitze erhalten - wobei die besonders europakritische UKIP aber leer ausgegangen ist.

Im Wahlprogramm der Tories gibt es solche konkreten Pläne nicht.

Die Liberaldemokraten, die von 2010 bis 2015 mit dem konservativen Premier David Cameron regiert hatten, schlossen eine Koalition und einen "Deal" aus.

Bei der Parlamentswahl in Grossbritannien haben die Konservativen von Regierungschefin Theresa May die absolute Mehrheit verloren. Bei der Stimmabgabe in ihrem Wahlkreis in Maidenhead westlich von London trug Theresa May nämlich flache Ballerinas mit Leopardenfell-Muster und schwarzer Schleife. Die konservative Partei werde voraussichtlich als stärkste Kraft aus der Wahl hervorgehen, sagte die 60-Jährige. "Es obliegt uns, für diese Stabilität zu sorgen", sagte May. 74 Sitze sind noch zu vergeben. Bye Bye, absolute Mehrheit! Sitze hinzugewinnen konnte dagegen Labour mit Jeremy Corbyn an der Spitze. Die gewählten Vertreter der nordirischen Partei Sinn Fein nehmen traditionell ihre Sitze in Westminster nicht ein - aus Protest gegen Großbritannien. Funktionieren alle diese Möglichkeiten nicht, stünde Großbritannien vor Neuwahlen. Die Menschen hätten genug von Einschnitten bei den öffentlichen Ausgaben und einem schlecht finanzierten Gesundheitssystem. Doch dazu muss man wissen: Viele seiner Anhänger sind der Labour-Partei erst vor Kurzem beigetreten.

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